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Das Tübinger Biotechnologieunternehmen Immatics will mit einer neuen Kapitalerhöhung brutto rund 150 Mio. US-Dollar einnehmen. Das Unternehmen hat den Verkauf von 12,95 Millionen Stammaktien zu jeweils 8,69 US-Dollar vereinbart. Hinzu kommen vorfinanzierte Optionsscheine für den Erwerb von 4,32 Millionen weiteren Aktien. Bei immatics stehen wichtige klinische Daten an, die für eine mögliche Zulassung entscheidend sein könnten.

Die Tübinger Immatics N.V. stellte auf dem ESMO Immuno-Oncology Congress 2025 aktualisierte Daten aus der laufenden Phase Ia-Dosis-Eskalationsstudie zu ihrer PRAME-gerichteten Zelltherapie der zweiten Generation vor. Die überraschenden Ergebnisse haben kaum Auswirkungen auf den Aktienkurs. Möglicherweise liegt das an der Konkurrenz von zahlreichen Ansätzen gegen das PRAME-Zielmolekül (Preferentially Expressed Antigen in Melanoma), unter denen Immatics aber auch Immunocore (UK) schon in späteren klinischen Phasen unterwegs sind.

Trotz schwieriger Lage in der Biotech-Szene gelingen in einzelnen Konstellationen durchaus beachtliche Finanzierungsrunden. Die Münchner Tubulis hatte dies mit der rekordhohen Serie C-Runde gezeigt, doch auch in Berlin fand die Firma 4TEEN4 Pharma kürzlich zusätzliche Millionen. Nun hat ebenfalls in Berlin die Zelltherapie-Firma Captain T Cell, Ausgründung des Max-Delbrück Centrums, eine Finanzierungsrunde über mehrere Mio. Euro abschließen können, obwohl der Zelltherapie-Sektor als besonders schwierig angesehen wird. Ob hierbei schon das Netzwerk des Berliner Bayer Co.Labs eine positive Rolle spielte?

Einem Urgestein der Münchner Biotechnologie-Szene, der 1994 gegründeten Medigene AG, geht die Puste aus. Nach der kürzlichen Mitteilung zur Verlustanzeige des Grundkapitals haben Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens den Weg zum Amtsgericht eingeschlagen, um dort die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Nach Morphosys verschwindet damit das letzte große „M“ der Firmennamen im Münchner Biotechnologie-Cluster, nachdem die Firma Micromet schon 2012 von Amgen aufgekauft worden war.

Die Captain T Cell GmbH ist eine neuerliche Ausgründung des Berliner Max-Delbrück-Centrums auf dem Gebiet der T-Zell-Therapien. Die Spezialisten für hochaktive T-Zell-Rezeptoren haben erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 8,5 Mio. Euro abgeschlossen.

Der Zusammenschluss in der Analyse von Wirkstoffkandidaten mittels multiparalleler Chiptechnologie (BioCopy) und der automatisierten Robotik-Kompetenz von Perspix bringt mehr Schwung in die Validierung von Biopharmazeutika für geeignete Zelltherapien.

Die Tübinger Immatics N.V. (NASDAQ: IMTX) erhält Beistand von Bristol Myers Squibb (NYSE: BMY), die eine Kapitalbeteiligung in Höhe von 35 Mio. US-Dollar an Immatics getätigt hat. Bristol Myers Squibb hat damit über 2,4 Millionen Stammaktien im Rahmen einer Privatplazierung zu einem Zeichnungspreis von 14,46 pro Aktie erworben.

Die Tübinger Immatics N.V. (NASDAQ: IMTX, „Immatics“) meldet, dass Kooperationspartner Bristol Myers Squibb (NYSE: BMY) seine Option ausgeübt habe und mit Immatics eine weltweite Exklusivlizenz für den ersten TCR-T-Zelltherapie-Kandidaten (T-Zell-Rezeptor-modifizierte T-Zellen) aus der laufenden Zusammenarbeit abgeschlossen hat.

Erst kürzlich gab 2seventy bio (Nasdaq: TSVT) den Beginn einer strategischen Partnerschaft mit JW Therapeutics (HKEX: 2126) bekannt. Ein erster Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Entwicklung der MAGE-A4-Zelltherapie von 2seventy bio auf dem chinesischen Festland, in Hongkong und Macao. Nutznießer dieser Kooperation weit weg im Fernen Osten ist die Martinsrieder Medigene AG. Denn es findet ein spezifischer T-Zellrezeptor Verwendung, der über eine Zusammenarbeit mit Medigene entdeckt worden war.

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GSK hat sich aus seiner Partnerschaft mit immatics NV (Tübingen) zurückgezogen, die sich auf die Entwicklung von T-Zell-Rezeptor-Therapeutika für solide Tumore konzentriert. Dies gab das deutsche Biotech-Unternehmen in seinen Mitte November veröffentlichten Finanzergebnissen für das dritte Quartal bekannt.